Heute früh kein Fieber! Das Aufstehen fällt vergleichsweise leicht, obwohl ich mich noch recht schwach fühle. Kein Wunder, der grippale Infekt, der mich seit Mittwoch heimsuchte, hat mich ein gutes Kilo Körpergewicht gekostet, wie die Waage zeigt.
Es ist erst mein zweiter Infekt seit Corona-Start (2020), das mich bis heute NICHT erwischt hat, ich hab‘ mich schon fast unkaputtbar gefühlt! Weil ich im Homebüro einsiedele und nur wenige, ebenso einsiedlerisch lebende Menschen treffe, kann es nur am Leichtsinn gelegen haben: Letzten Sonntag OHNE MASKE mit der U-Bahn gefahren, drei Tage später lag ich flach mit 39 Fieber. Sehr ärgerlich, denn eigentlich war eine kleine Reise geplant, das Zug-Ticket musste ich verfallen lassen.
Die kranken Tage waren (und sind noch) sehr sehr ungewohnt, obwohl es – eigentlich – ein ganz angenehmer Infekt ist: Kein Schnupfen, nur anfänglich kurz Kratzen im Hals, Husten nur beim Reden, ansonsten „nur“ Fieber und Gliederschmerzen. Das aber so heftig, dass ich ab gestern mit Aspirin-Komplex dagegen halte. Ganz entgegen meiner lange angelesenen Meinung, dass es gesünder sei, das Fieber machen zu lassen und Tabletten zu vermeiden! So kann es gehen – es ist so wunderbar, wenn der Schmerz nachlässt!
Das aktuelle Weltgeschehen der letzten Tage hab‘ ich ignoriert und statt dessen unzählige Videos geschaut, insbesondere auch solche über die Zustände in den USA. Besonders beeindruckend:
Large Man Abroad:
How POVERTY Became The New Normal For Americans in 2025: America’s New Working Poor.
„Im Wesentlichen ist es jetzt normal, zwei Vollzeitjobs zu haben, 80 Stunden pro Woche zu arbeiten. Vor 10-20 Jahren wäre das Wahnsinn gewesen. Man wäre als Workaholic bezeichnet worden, es wäre etwas Negatives gewesen. Jetzt ist es normal, es wird erwartet. Wenn man weniger als 80 Stunden pro Woche arbeitet, stimmt wahrscheinlich etwas nicht. Man ist einfach nicht produktiv genug.
An welchem Punkt in der Arbeitskultur ist das normal geworden? Das ist normal geworden, weil es normal geworden ist, arm zu sein. Es gibt jetzt mehr Amerikaner, die in Armut leben. Es gibt mehr Kinderarmut als wahrscheinlich seit der Weltwirtschaftskrise. Das ist jetzt eine normale Sache in Amerika. Amerika fällt zurück, und seine Menschen wurden zurückgelassen. Die Managerklasse, die Bürokratieklasse, sie sind einfach völlig unberührt von den Amerikanern.“
Perplexity hat mir das Transscript gleich auch übersetzt, wer also mag hier in ganzer Länge (.pdf). Sehr lesenswert, mein Verständnis für die Trump-Wahl vieler Amerikaner ist gewachsen, auch wenn das natürlich alles andere als eine „Lösung“ war.
Im Grunde geht dieses einst großartige Land an seiner eigenen Ideologie zu Grunde! Die Unterschiede USA/Deutschland arbeitet Aly (@usa-mom-in-germany) im folgenden Video heraus:
Why U.S. Dream Jobs Don’t Compare to German Standards (And How U.S. Propaganda Keeps It That Way)
„Denkst du, dein Traumjob in den Vereinigten Staaten ist unschlagbar? Warte, bis du hörst, was in Deutschland als Standard gilt. In Deutschland ist das, was in den Vereinigten Staaten zu schön ist, um wahr zu sein, einfach ein normaler Arbeitstag. Lass uns darüber sprechen, warum. In diesem Video werden wir untersuchen, wie die grundlegenden Erwartungen an eine Beschäftigung in Deutschland selbst die attraktivsten Jobs in den Vereinigten Staaten übertreffen, und die kulturellen und systemischen Unterschiede beleuchten.“
Auch dazu ein deutschsprachiges Transskript (.pdf)
Das sollten nicht nur Amerikaner anschauen, sondern auch all jene, die meinen, in Deutschland sei alles nur noch schlecht und man sei auf dem Sprung, auszuwandern! Hier ein paar Kommentare zum Video:
„It’s called the American Dream because you have to be asleep to believe it.“ – George Carlin“
America is not a country, It’s a business. Money trumps integrity and peoples lives and livelihoods. Your oppression is their profession
Obviously slavery wasn’t limited to blacks in the US and abolished in 1865. It was extended to all people and rebranded freedom instead.
Immer mehr verarmte US-Amerikaner/innen leben in ihren Autos. Seniorinnen wie Judith (72), Lindy (77) und Beth (70) berichten auf ihrem Youtube-Kanal, wie das so ist.
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Genug, ich fühl mich schon wieder ziemlich erschöpft! Draußen scheint die Sonne, evtl. schaffe ich heut noch einen kleinen Spaziergang mit Müll runter bringen. Krank sein liegt mir nicht, das ist mal sicher :-)
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5 Kommentare zu „Kranke Tage mit interessanten US-Videos“.