Thema: Schreiben & Bloggen

Claudia am 30. Juni 2003 — Kommentare deaktiviert für Von sich schreiben – Reflexionen in der ersten Person

Von sich schreiben – Reflexionen in der ersten Person

„Kann man irgendwo lesen, was du zum Thema »Von sich schreiben« gesagt hast?“, fragt mich eine Leserin per E-Mail. Ich fühl‘ mich einerseits geehrt, andrerseits kalt erwischt: genau darüber will ich seit Monaten schreiben! Drei angefangene Artikel hängen unvollendet im Ordner „eigene Dateien“, es gibt Stichwortsammlungen auf Papier und Mindmaps mit hübschen Wolken und wilden Assoziationen – sogar bis zu einer Gliederung hab ich’s mal gebracht und dann doch wieder aufgegeben. Kein Artikel – was ist daran nur so schwer??

Frag einen Tausendfüßler, wie er es schafft, beim Laufen die vielen Beine zu koordinieren – er wird ins Grübeln verfallen, erschreckt bemerken, dass er es selber nicht weiß, und nicht mehr von der Stelle kommen – ist es vielleicht diese Angst? Eigentlich nicht. Wer Jahr um Jahr ein Web-Diary führt, in Mailinglisten und auf Webboards in derselben Manier das je Eigene der Welt verkündet, muss nicht wirklich fürchten, auf einmal keinen Text mehr zustande zu bringen. Alle meine Texte entstehen ja wie von selbst: nicht das Schreiben ist ein Problem, eher die Unmöglichkeit, es dem planenden Denken zu unterwerfen – und auch das ist nicht wirklich ein „Problem“, denn üblicherweise ist mein Schreiben spontan, ohne Ziel und Zweck. Wenn ich beginne, weiß ich nicht, wo ich im Lauf des Textes ankommen werde.

Gerade das macht einen wichtigen Reiz aus: Ich will nichts verkünden, es gibt keine vorab feststehende Botschaft, sondern ich setze mich schreibend dem Thema aus, lasse es wirken, beleuchte es von verschiedenen Seiten – und tippe alles in die Tasten, was dazu an Gedanken, Gefühlen und Erlebnissen ins Bewusstsein tritt. Wenn gerade nichts kommt, bearbeite ich den letzten Absatz, stelle Worte und Sätze um, so dass sie „den richtigen Sound“ entfalten. Das ist ein Wechsel vom rein beobachtenden Geist („Was ist?“) ins ästhetische Empfinden („Hört es sich gut an?“), der dem „Selbst-Beobachten“ eine Pause gönnt, was dem Fortgang des Textes äußerst dienlich ist. Es ist dasselbe Oszillieren zwischen Inhalt und Form, wie sie etwa beim Clustering bzw. Mindmapping auf Papier zur Ideenfindung angeraten wird: Ein Wort, ein Satz, eine Assoziation wird nieder geschrieben, und bis die nächste kommt, malt man Wolken um die Worte, verbindet sie mit Strichen, kritzelt so ein bisschen vor sich hin – und schon fallen neue Ideen ein – anstrengungslos.

Aus den Schubladen aussteigen

In den Schulen wird das „intuitive“ Schreiben nicht gelehrt. Dass es mir zunächst nicht gelungen war, das Thema „Von sich schreiben“ wirklich anzugehen, verdanke ich einem Rückfall in genau jene Schreibtradition, die dort mit aller Kraft eingeübt wird: das vermeintlich objektive Schreiben, z.B. in Gestalt der „Erörterung“, zwingt dazu, zunächst einen Überblick über den Stoff zu geben, Fragestellungen zu entwickeln, Argumente zu sammeln und in eine Reihenfolge zu bringen, möglichst viele Sichtweisen zu diskutieren, um ganz am Ende – vielleicht – noch zwei drei Sätze „eigene Meinung“ drunter zu setzen. Das ist Schreiben, wie es im Berufsleben meist gebraucht wird: Konzepte, Berichte, wissenschaftliche Arbeiten, journalistische Artikel – ein Schreiben aus dem „Willen zur Macht“: ein Thema, ein Stück Welt soll in den Griff genommen werden, es geht um Übersicht, Orientierung, Meinungsbildung, um handlungsleitende Verlautbarungen.

Genau so hatte ich nun versucht, über das „persönliche Schreiben“ in Webtagebüchern, Blogs, in Foren und Mailinglisten einen möglichst umfassenden Artikel zu erstellen: Stoffsammlung, Überblick, Beispielsammlung, Kriterien zu deren Bewertung – und meine „innere Schreiberin“ trat prompt in den Streik. Schreibend kann ich offensichtlich nicht zwei Herren dienen: einen „pressemäßig korrekten“, möglichst objektiv klingenden Rumdumschlag in die Welt setzen UND dabei den Geist und die Herangehensweisen meines „Schreibens in der ersten Person“ vermitteln. Gerade bei diesem Thema ist mir das schier unmöglich, aber – und das sei allen Interessenten als Warnung ans Herz gelegt! – auch bei allen anderen Themen verliert sich die Lust an der „objektiven Schreibe“. Es fühlt sich mühsam an, die persönliche Sicht wieder beiseite zu lassen bzw. sie zu verstecken, wenn man einmal in die Praxis des freien Schreibens richtig eingestiegen ist. Das Bedienen von Schubladen, das sich Hinein-Zwängen in allseits erwartete Formen („Formate“), wie es z.B. das Schreiben für Zeitungen und die meisten Magazine erfordert, ist mir schon nach etwa zwei Jahren eigendynamischen Schreibens im Netz derart lästig geworden, dass ich es 1998 mit Freude aufgab. (Die üblichen Honorare waren, als Schmerzensgeld betrachtet, auch kaum geeignet, mich bei der Stange zu halten.).

Die persönliche Sicht

Von meinem Fenster aus sehe ich auf einen Spielplatz, Kinder fahren zu zweit auf kleinen Fahrrädern rund um den riesigen Sandkasten. Gelegentlich höre ich das entfernte Geräusch der S-Bahn, doch außer im Winter bekomme ich die Züge nicht zu Gesicht: große Linden und Ahornbäume lassen die Augen im Grün ausruhen, genau das Richtige für eine wie mich, die fast den ganzen Tag auf einen Monitor starrt. Wenn der Schreibfluss mal stockt, ist es immer gut, sich vom Thema zu lösen und umzusehen, die physische Umgebung zu betrachten, das Zimmer, den Schreibtisch, die eigene körperliche Befindlichkeit. Wenn ich verkrampft sitze, Schultern und Hals verspanne, wird kaum je ein lockerer Text in die Tasten fließen. Ich stehe auch mal auf und gehe herum, trete auf den Balkon oder in die Küche – Schreibpausen sind auch zum beiläufigen Aufräumen und Herumputzen gut geeignet, ich mach dann ja nicht einfach Hausarbeit, sondern „diene dem Fortgang des Textes“!

Schreib ich denn nun wirklich „von mir“, wie es die interessierte Leserin mit dem Subject „Von sich schreiben“ voraus setzt? Viele Diary-Schreiber und Blogger tun erst mal genau das: Sie teilen der Welt mit, was in ihrem Alltag passiert, berichten von der Arbeit, den Erlebnissen in der Freizeit – und bekommen dann üblicherweise Probleme, wenn „brisante“ Themen berührt werden: Konflikte mit Nahestehenden, üble Gefühle, unerfüllte Wünsche, eigene Schwächen. Die meisten lassen dergleichen einfach aus, ihre Diarys sind entsprechend langweilig, insbesondere, wenn ihr Leben von den äußeren Umständen her keine lesenswerten Besonderheiten bietet. Andere setzen sich wild entschlossen über jedwede Hemmungen hinweg und empfinden sich selbst als sehr mutig. Sie nutzen ihr Schreiben entweder als Waffe im täglichen Kampf (wenn etwa die Kontrahenten mitlesen), oder auch als Kanal, um Zuspruch, Ermunterung und Beistand vom Publikum zu bekommen, das ganz wie bei einer „Daily Soap“ in voyeuristischen Freuden schwelgt und gerne Tips gibt, wie in diesem oder jenem Konflikt nun weiter zu verfahren sei.

Andere vermeiden diese „Niederungen“ von vorn herein, indem sie die „Formate“ der üblichen Presse nachempfinden. Sie schreiben zu allgemeinen Themen, jedoch mit deutlicher Präferenz der eigenen Meinung: Brandreden zu diesem und jenem, wie sie auch mal im Lokalblatt unter „Meinung“ oder „Leserbrief“ stehen könnten. Sind es schreiberisch begabte Autoren, liest sich das ganz nett, allerdings fragt man sich, warum es als Web-Diary daher kommt: als Leserin ist mir die Meinung eines Unbekannten nur eine Meinung mehr auf dem großen Haufen der täglichen Meinungsäußerungen, die aus allen Kanälen sprudeln, wenn man in die traditionellen Medien bzw. die ihnen zugehörigen Websites schaut. Auf persönlichen Seiten will ich nicht „noch eine Meinung“, sondern etwas über den Menschen selbst erfahren: Warum denkt er so? Wie erlebt er das, worum es hier geht? Was fühlt er, dass er zu dieser oder jener Meinung neigt?

Ich schreibe also nicht „über mich“, aber auch nicht einfach nur „über die Welt“. Eher ist es ein Schreiben „aus mir heraus“, ein „Ver-äußern“ dessen, was ich gerade (jetzt!) bin in Bezug auf das Thema, über das ich schreibe. Neulich stieß ich auf den Begriff „selbstreflexives Schreiben“, der es ganz gut trifft. Das „Selbst“, das hier reflektiert wird, ist die Gesamtheit aller Empfindungen und Gefühle, das physische und psychische Erleben, dazu die Gedankenwelt mit ihren Bewertungen, Plänen, Zielen, Ängsten, Wünschen und Meinungen, bis hin zu Intuitionen und Meta-Ebenen, die nur schwer in Worte zu fassen sind.

Die richtige Haltung

Diesem „Selbst“ gegenüber nehme ich schreibend dieselbe Haltung ein, wie ich sie auch gegenüber „der Welt“ pflege, wenn ich nicht gerade ein bestimmtes Ziel erreichen will: einfach nur Hinsehen und registrieren, was ist. Jegliches Beurteilen, jedes Sortieren in „angesagt“ oder „unmöglich!“ verstellt die Sicht, verzerrt und verfälscht die Wahrnehmung. Ich darf nicht mit der Vorstellung „So bin ich“ in dieses Beobachten gehen, sondern muss völlig offen sein gegenüber allem, was sich da zeigen mag.

Als ich damit anfing, gab es noch jede Menge innerer Verbote, die Liste der „unbeschreibbaren“ Themen war lang. Reine Meinungsartikel „über die Welt“ oder Schmunzelstoff aus dem Alltag waren die Regel, aber langsam wuchs mir größere Freiheit zu. Ich lernte, den inneren Zensor immer öfter auszutricksen, der mir zwar die Wahrnehmung nicht mehr verstellte, aber doch seine „Do’s und Dont’s“ vor dem Niederschreiben, erst recht vor dem Veröffentlichen errichtete. Immer mehr Themen wurden möglich: Schwächen, verworrene psychische Zustände, Krankheiten, Not-PC-Meinungen, finstere Aspekte der eigenen Vergangenheit, Vater, Mutter, das Geschlechterverhältnis, allerlei Süchte und Unfähigkeiten – all das ist durchaus schreibbar, sobald ich mich in der richtigen „Haltung“ einrichte: Ich schreibe, wie die Dinge gerade für mich aussehen, wie ich erlebe, fühle, darüber denke, bin aber mit alledem, was ich da berichte, nicht voll identifiziert. Befinde mich also schreibend nicht „im Kampf“, sondern „in Touch“ – in Berührung mit mir selbst, was eine dermaßen angenehme, herzerwärmende Erfahrung ist, dass schon dadurch die Motivation immer mehr steigt, dem Zensor Paroli zu bieten.

Den inneren Zensor austricksen

Ein paar Überlegungen sind dafür hilfreich, die ich anstelle, wenn die „Bedenken“ überhand nehmen wollen:

  • Ich schreibe aus dem JETZT: was ich heute zu einem Thema sage, muss nicht für alle Zukunft und angesichts der gesamten Vergangenheit das letzte Wort sein.
  • Ich schreibe FÜR MICH. Es ist schön, wenn das jemand lesen will, aber ich schreibe niemandem nach dem Munde und bediene keine Zielgruppen.
  • Perfekt sein langweilt: Auch meine Leserinnen und Leser sind keine Superfrauen und Männer. Sie kennen die Niederungen des Lebens und finden es vermutlich ganz spannend, wenn ich mal ein „brisanteres“ Thema anfasse, mit dem ich so meine Probleme habe oder hatte.
  • Anders sein ist interessant und erlaubt – aber keine Pflicht! Manchmal ist es sogar mutiger, sich als zum (vermuteten) Mainstream gehörig zu outen, anstatt das „besondere Indivíduum“ zu zelebrieren. Manchmal bin ich die Stimme der „schweigenden Mehrheit“ – na und?
  • Ich bin potenziell ALLES, nicht immer nur bei „den Guten“. Und nicht nur ich bin so, sondern alle, ob sie es wissen (wollen), oder nicht.
  • Ich – mein Empfinden, Fühlen, Denken – gehöre nur mir selbst. Niemand hat das Recht, mir zu verbieten, von mir zu schreiben.

Wenn diese Einwände die Bedenken nicht auszuschalten vermögen, dann schreibe ich eben nicht. Sich selbst unter Druck setzen, ist kontraproduktiv, denn dann „trauen“ sich die wahren Empfindungen und Gedanken schon gleich gar nicht mehr ans Licht des Bewusstseins. Ich lasse alles kommen, was dann wirklich „raus geht“, kann ich immer noch ganz frei entscheiden. Und vielleicht ist das Thema ja an einem anderen Tag, in einer anderen Situation auf einmal „schreibbar“. Wichtige Dinge kommen sowieso immer wieder.

Wahrheit und Wahrhaftigkeit

Wer bis hierher mitgelesen hat, wird verstehen, dass diese Art des „freien Schreibens“ nur funktioniert, wenn ich nichts verfälsche: Keine bewussten Verbiegungen und Schönungen, schon gar keine richtigen Lügen! Schließlich ist das Ganze eine Praxis der Selbsterforschung und Erfahrung. Würde ich die Ergebnisse wissentlich falsch darstellen, entfiele die ganze Motivation, das Abenteuerliche, das Spannende. Wahrhaftigkeit ist fürs selbstreflexive Schreiben also nicht moralische Bringschuld, sondern konstituierende Basis.

Allerdings ist die „Wahrheit“ immer eine punktuelle, relative, aus dem Augenblick und dem jeweiligen Standpunkt erlebte und geschriebene Wahrheit. Ich bin kein statisches Wesen, verändere mich ständig, und ich habe auch nicht immer den gesamten Überblick. Es gibt in meinem Webdiary Artikel, da schreibe ich sogar wissend aus einer aktuellen Verblendung heraus (zum Beispiel über die Freude, wieder zu rauchen) . Aber diese Verblendung ist dann halt Tatsache, da mögen sich die Leser amüsieren, für mich ist es ok, auch dann zu schreiben: zwar „wahrhaftig“, aber mit Blindheit geschlagen.

Über Andere schreiben?

Zuletzt will ich noch einen Punkt behandeln, der speziell Diary-Schreibenden auf dem Herzen liegt: Mein Leben gehört mir, aber in diesem Leben kommen Andere vor: Beziehungspartner, Freunde, Auftraggeber und Mitarbeiter, Verwandte und Bekannte – kann ich auch über sie schreiben? Ist nicht jedes Schreiben „über mich“ auch ein Schreiben „über sie“, sobald diese Anderen zu meinem Erleben beitragen?

Ja, ein heißes Thema, und ich kann nur meine ganz persönlichen Antworten bieten: „Über sie“ schreibe ich grundsätzlich nicht. Das ergibt sich schon daraus, dass die ganze Form nicht pseudo-objektiv angelegt ist. Im reinen Erzählen des Alltags können Andere schon mal vorkommen, doch würde ich nie auf die Idee verfallen, etwa schreiben zu wollen „was mein liebster Freund für einer ist“. Das kann ich letztlich nicht wissen, ich erlebe ja immer nur die eigene Wahrnehmung, die eigenen Urteile – und da ist unerforschlich viel Eigenanteil darin, Objektivität ist nicht möglich.

Aber auch das eigene Erleben zu schildern, ist problematisch. Ich gebe zu, dass ich schon mal interessiert mitlese, wenn jemand sich über das langweilig gewordene Liebesleben mit seiner Frau auslässt – aber gleichzeitig läuft mir ein Schauer über den Rücken! Ich empfinde das als eine Art Verrat, eine Illoyalität gegenüber der Intimität der Beziehung, die auch dadurch nicht „geheilt“ wird, dass so mancher das dann seiner Frau auch noch zu lesen gibt – so ganz offen und ehrlich…! Manchmal fühlen sich die Autoren in der Anonymität relativ sicher: insbesondere in den ersten Jahren des Netzes war es eher unwahrscheinlich, dass das eigene Umfeld mitliest, was man im Web so verbreitet. Das hat sich mittlerweile drastisch geändert und gelegentlich konnte ich mitbekommen, wie hart es für die Autoren manchmal war, wenn der „Clash of Cultures“ plötzlich DOCH statt fand.

Es macht dabei sicher einen Unterschied, ob der Schreibende etwas berichtet, was er auch dem „Gemeinten“ in aller Offenheit ins Gesicht sagt, oder ob es etwas ist, das dem Betroffenen ganz neu ist. Zuhause den Mund nicht aufkriegen, aber im Web jammern, klagen, schimpfen, fordern, das ist so ziemlich die unterste Stufe möglichen Verhaltens, wenn man es moralisch betrachtet – und das tue ich hier, es geht ja um „die gute Sitte“ im persönlichen Schreiben.

Doch auch wenn „nur“ geschrieben wird, was auch dem Betroffenen bekannt ist, ist es doch ein Übergriff auf dessen Leben: Er oder sie muss gewärtigen, dass nun irgend jemand aus dem Bekannten- oder Kollegenkreis haarklein darüber Bescheid weiß, was zu Hause gerade los ist – kein schöner Zustand. Es gibt vielleicht Menschen, die ganz frei mit so etwas umgehen können, aber der Normalfall ist es gewiss nicht. Eher bedeutet es eine Art mediale Vergewaltigung, das Intimleben eines anderen öffentlich zu machen. Deshalb sind dem ja auch in der Welt traditioneller Medien rechtliche Grenzen gesetzt.

Was also tun, wenn mich etwas heftig bewegt, ich aber wirklich nicht berichten kann, was los ist, ohne eine ganz bestimmte Person „öffentlich zu besprechen“? Das Thema wird erfahrungsgemäß jedes Mal in den Vordergrund drängen, wenn ich mich zum Schreiben hin setze. Ich kann beobachten, wie es „sich schreiben will“, betrachte mir das ein bisschen und lehne dankend ab. Es wird wieder kommen, doch nicht mehr in derselben Form. Die innere Schreiberin ändert ihre Methoden, man muss nur abwarten! Meist verstreicht dabei ein wenig Zeit und die ganze Konfliktlage entspannt sich: nicht nur im Schreiben-Wollen, sondern auch in der Realität. Nun finden sich auf einmal Formen, darüber zu schreiben, ohne die konkrete Person erwähnen zu müssen. Es sind abstrahiertere, verallgemeinerte Darstellungsweisen, die aber trotzdem nicht langweilig sein müssen, wenn man dicht an den eigenen Gefühlen bleibt. Bezüge zur Vergangenheit sind auch eine mögliche Form. Wenn ich – ohne Namen und Einzelheiten – über eine Beziehung, die zehn oder zwanzig Jahre her ist, schreibe, interessiert keinen Menschen mehr, WER das nun war, das Erlebte ist zum „allgemeinen Beispiel“ geworden, durchaus schreibbar.

Manchmal erübrigt sich auch die Notwendigkeit, über das aktuelle Erleben „mit dem Anderen“ zu schreiben. Schließlich geht es um mich, und ich konzentriere mich immer sehr bald auf das, was mich weiter bringt. Über das Wieder-alleine-Leben zu schreiben, ist dann zum Beispiel sehr viel nahe liegender als über die Gründe einer Trennung.

Mehr als Text

Wer sein Schreiben ernst nimmt und daraus eine regelmäßige Praxis macht, merkt schnell, dass es weit mehr ist, als nur das Produzieren mehr oder weniger lesenswerter Texte. Dieser Artikel ist zudem nur eine Annäherung: Das „Wie“ hab‘ ich angerissen, kaum noch das „Was“ und auch nicht die konkreteren Umstände und Rahmenbedingungen des Schreibens im Web. Insofern ist das gewiss nicht der letzte Beitrag zu diesem wundervollen Thema – wer mag, schaut mal wieder rein!

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Claudia am 12. August 2002 — Kommentare deaktiviert für Wochenende in Waldeshöh – drei Tage schreiben

Wochenende in Waldeshöh – drei Tage schreiben

Drei Tage schreiben ohne aufzuhören, drei Tage mit dreizehn anderen Schreibenden, drei Männer, neun Frauen, mitten im tiefsten Mecklenburg, dazu Wolken, Sonne, Wind, alte Bekannte, auch ein paar neue Gesichter. Das mußte einfach mal wieder sein!

Mit dieser Gruppe werde ich alt. Es ist der einzige Zusammenhang, den ich schon seit zwanzig Jahren kenne und – in immer neuen Formen – immer wieder aufsuche. Entstanden aus Volkshochschulkursen im Kreativen Schreiben, weiter geführt in privaten, selbst organisierten Schreibtreffen alle paar Monate, auch mal ausgeufert in eine dreijährige Gestalt-Gruppe, vierzehngtägig, weil Rainer, unser aller hoch geschätzter Schreib-Animateur sich zum Gestalttherapeuten weiter bildete. (Warum nicht nehmen, was sich gerade bietet, auch wenn mal nicht geschrieben wird?) autobiographisches Schreiben, Selbsterfahrungs-orientiertes Schreiben, es hat gelegentlich andere Namen, aber die sind nicht so wichtig. Immer ist es schön, manchmal tief, meistens lehrreich – und dann die Wochenenden! Seit etwa fünfzehn Jahren treffen wir uns alle Jahre im Haus eines Mitschreibers, mal in Mecklenburg, mal in der Rhön, ich lasse auch mal ein Jahr oder gleich mehrere aus. Wie wundervoll, dies jetzt alles wieder zu treffen, wieder zu erleben, mitzubekommen, wie wir alle älter werden, wie wir uns verwandeln oder uns gleich bleiben. (Krankheit, Tod und Sterben schlägt jetzt schon im allernächsten Umkreis ein, das ist nicht zu übersehen).

Aber davon ein andermal. Es ist jetzt acht Uhr morgens und als ich vorhin die Mailbox abrief, waren da 770 Mails in meinem Arbeits-Account (für den auch 15 Mailinglisten abonniert sind) und 79 im privaten. Etwa 50 hab ich schon als SPAM gelöscht, die anderen benötigen eine Reaktion. In den zwei Mailinglisten, in denen ich mich gerade am Gespräch beteilige, erfordern zwei ein intensiveres Eingehen. Daneben will ich von mir aus an einige Menschen schreiben, um die Fäden der gemeinsamen Aktivitäten wieder aufzunehmen – und die Arbeit schreit nach mir, vor mir liegen sehr disziplinierte Tage, ich muss jede Menge schaffen!

Anstatt jetzt also länger über einem Diary-Beitrag zu sitzen, setze ich mal nur einen Text von der art ein, wie er für diese Art Schreibgruppen üblich ist. Man schreibt nach der Uhr, einfach das, was in den Sinn kommt, ohne irgend einen Wert auf Form, Stil, Inhalte oder sonst etwas zu legen. Je mehr Erfahrung man darin hat, desto besser läuft es, desto weniger ist man vom eigenen Schreiber-Ego blockiert. Der „Anspruch“ ist nicht derselbe, wie in den meisten Veröffentlichungen: dass man anstrebt, etwas für andere Interessantes, Unterhaltsames oder Hilfreiches zu verfassen. Es sind Lockerungsübungen und es macht einfach Spaß. Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen.

10 Minuten ohne vorgegebenes Thema

Zehn Minuten ohne vorgegebenes Thema, einfach drauf los schreiben, weiter schreiben, im Fluss bleiben. Eigentlich ist es wie sonst auch, wie jeden Tag, wie immer, von der Wiege bis zur Bahre: einfach drauf los leben und dann sehen, was kommt. Man sieht es ja früh genug, man erblickt es, wenn es sich zeigt, und oft will man sich nicht anfreunden. Nicht mit dem, was kommt und erst recht nicht mit dem, was sein Kommen ankündigt, beziehungsweise androht. Immer scheint es das Unerwünschte zu sein, selten das Wunderbare, das Paradies. Das 13. Monatsgehalt des Lebens erwarten wir eher nicht. Die Kündigung dagegen, die Abmahnung, das niedergelegte Schriftstück, kommende Krisen und abstürze, alle Formen von Gemeinheiten – all das sind wir gewohnt und nehmen es ohne Murren in Kauf, sobald wir die 40 überschritten haben. auch Leben muss man üben, locker lassen sich Jahrzehnte verschwenden, bevor man endlich begreift, dass kein Thema vorgegeben ist. alle tun nur so, bzw. die, die vor uns gelebt haben, versuchen, uns ihre Themen aufzudrücken. Gut, wem selber nichts einfällt, der hat vermutlich kein Problem damit, bedenkenlos fremde Filme abzuspulen, doch in den Zeiten der Ich-AG ist man schon gefordert, den eigenen Businessplan zu erstellen. Und – anders als im Geschäftsleben – bekommen wir vom Universum allen Kredit, wir müssen ihn bloß abfordern.

Draußen zwitschert ein Vogel, ein recht junger Vogel. Ob der wohl erschüttert ist, wenn es demnächst Winter wird? Oder ob er das ganz locker wegsteckt, einfach so von augenblick zu Augenblick? Es ist ja doch immer nur Leben, ohne besondere Vorgaben. Wer will mir also vorschreiben, wann ich entsetzt zu sein habe? Bloß, weil irgend ein Tag mein letzter sein wird?

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Claudia am 15. März 2002 — Kommentare deaktiviert für Technikthema: Altbrowser wegwerfen!

Technikthema: Altbrowser wegwerfen!

Am letzten Dienstag war es also soweit: zum ersten Mal hab ich eine Seite ins Web gestellt, die alte Browser in Sachen Design/hübsche Optik nicht mehr berücksichtigt. Statt dessen war ein Warnhinweis zu lesen, der das kurz erklärte. auf Inhalt mußte niemand verzichten. Zum Glück hielten sich die Beschwerden bis jetzt in engen Grenzen, obwohl – so seh‘ ich es in der Statistik – noch immer über 10% der Diary-Besucher vom Netscape 4.x nicht loskommen. Verglichen mit Webseiten für ein Massenpublikum ist das ein recht hoher Anteil, der sich von daher erklärt, dass die Gruppe der Webworker unter meinen Lesern höher ist als im Durchschnitt der Bevölkerung, ist ja kein Wunder!

Warum aber halten ausgerechnet sie, darunter viele Aktivisten der ersten Netzjahre, so krampfhaft an einem Schrottbrowser fest? Menschen, die es doch früher kaum erwarten konnten, alle drei Monate die neueste Browser-Beta zu installieren, um die allerletzten Gimmicks mitzubekommen? Wie kommt es, dass die „revolutionäre Avantgarde“ des Netzes in wenigen Jahren so stockkonservativ geworden ist, dass sie sich jetzt an Bestehendes klammert, wenn auch die Würmer schon dran nagen und die Fäulnis unaufhaltsam voranschreitet?

Ach ja, der gute alte 4.7…! Noch bis Anfang des Jahres hing ich selber an diesem Browser, ärgerte mich über die immer öfter vorkommenden abstürze, schrieb böse E-Mails an Webmaster, dass ihre Seiten Chaos zeigen oder auch mal gar nichts, hörte mir immer wieder die lapidaren Antworten an („Netscape 4.x berücksichtigen wir nicht mehr“) und hielt innerlich erboste Brandreden über die Schlechtigkeit der Welt. Irgendwann wurde es mir dann zu nervig und ich stieg auf den aktuelle Massenbrowser um: den MSIE 5.5. ab sofort gab es keine Absturze mehr und ich konnte mir auch sicher sein, das Web wieder so zu sehen, wie die „breite Masse“ es sieht. Für mich als Webdesignerin ist das nicht unwichtig, was aber nichts daran ändert, daß ich Microsoft nach wie vor nicht mag.
Als ich dann damit anfing, alles über zeitgemäßes XHTML/CSS-Design zu lernen und mich langsam damit anfreundete, dass standardgemäßes Codieren in Zukunft aus guten Gründen wichtig ist, installierte ich auch Netscape 6.2, Opera und Modzilla. Ich stellte dabei fest, dass Netscape 6.x weit standardnäher ist als der Explorer (wie könnte es anders sein!) und kann heute kaum mehr nachvollziehen, warum ich eigentlich an einem Uralt-Browser so festklebte.

Und jetzt wünsch‘ ich mir, dass alle ein Einsehen haben und auch umsteigen – man muß ja nicht gleich zum Explorer greifen, wenn man nicht mag! Es macht nicht viel Arbeit, ein zeitgemäßes CSS-Design so zu gestalten, daß es auf allen neueren Browsern gut aussieht – aber es macht einen elenden Mehraufwand, Seiten zu bauen, die auch noch auf dem 4.7 erträglich aussehen. Das liegt schlicht am alter dieses Browsers, der nun mal die aktuellen Standards (CSS2) nicht unterstützt und so richtig ins Chaos sackt, wenn man beginnt, auf die früher üblichen LayOut-Tabellen zu verzichten. Was eine tolle Sache ist! :-)

Fur den Moment und vermutlich noch ein paar Tage länger lass‘ ich hier alles, wie gehabt, der letzte Diary-Eintrag war eine Ausnahme. Nachdem ich nämlich all diese Bilder eingebunden hatte, zeigte der NS 4.7 nur Schrott an und ich hatte einfach keine Lust, da jetzt Zeit und Arbeit ‚rein zu stecken. Wer mit einem Altbrowser kommt, schreibt mir Andreas im Forum, dem ist die Optik eh nicht mehr so wichtig – na dann!

Was meint Ihr zu alledem? Warum benutzt Ihr noch den 4.7??? Schreibt mir was ins Forum, wenn Ihr Lust habt!

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Claudia am 15. Januar 2002 — Kommentare deaktiviert für Langeweile

Langeweile

Fast eine Woche ohne Diary – warum? Da mittlerweile ein paar liebe Leute anfragen, was aus mir geworden ist, melde ich mich hiermit zur Stelle: Still alive and clicking! :-) Es gibt einfach Zeiten, in denen mich die Muse nicht küßt, mir fällt definitiv nichts ein, was „raus“ will, oder ich zensiere es schon gleich im Kopf weg: zu langweilig, völlig unbedeutend, besser nichts als nur ein paar Worte machen um der Worte willen.

Es ist ja kein Problem, IRGENDWAS hinzuschreiben! Derzeit bekomm‘ ich zum Beispiel immer wieder mal Werbung von www.satt.org, die da stolz vermelden:

„Jeweils einen Monat lang veröffentlichen von nun an handverlesene Autoren auf daily satt ihre tagesaktuellen Aufzeichnungen. Los geht es im Dezember mit daily willmann: den Notizen des Berliner Lyrikers und Schriftstellers Frank Willmann, im Januar 2002 folgt daily stahl (Enno Stahl, Köln) und im Februar 2002 daily wagner (Achim Wagner, Köln/Mülheim a. d. R.). Lesenswerte und kurzweilige Internettagebücher sind Nadeln in Heuhaufen. daily satt ist weder Meinungsportal, noch Nabelschau, weder wahl- noch uferlos. Die Beschränkung auf einen Autor gewährt Einheitlichkeit, der monatliche Turnus Abwechslung.“

Naja, und nun guckt mal, was da so steht! Macht euch das „satt“? Braucht das die Welt? Lohnt es den Klick??? Wenn das die „Nadel im Heuhaufen“ ist, frag‘ ich mich, in welches Heu die zwecks Orientierung geguckt haben. Mir kommt fast jedes Gelegenheits-Blog spannender vor als solche leeren Minimal-Ergüsse, die offensichtlich nur da stehen dürfen, weil der Verfasser sich anderweitig einen Namen gemacht hat. Schon jeder Kreativ-Writing-Kurs bringt weit lesenswertere Ergebnisse!

Lästern ist ja immer ein guter Ausweg, wenn man an existenzieller Langeweile krankt. Mal eben einen kleinen „Krieg“ vom Zaun brechen, zum Beispiel gegen die Telekom: seit Mai warte ich auf einen ISDN-Anschluß, hier, inmitten von Berlin, im „In-Viertel“ von Friedrichshain. Als ich hergezogen bin, sah noch alles ganz normal aus: Antrag gestellt, telefonisch einen Termin ausgemacht – tja, aber der Monteur kam nicht! Auch sonst keine Nachricht, ich war wochenlang ohne Anschluß und beim telefonischen Nachhaken traf ich auf Leute, die jetzt Stein und Bein schworen, die Telekom hätte ganz gewiß NIE einen Termin mit mir ausgemacht, sowas gehe ja nur schriftlich! Endloses Herumtelefonieren, schließlich kam heraus, dass die Bauabteilung die Sache ad acta gelegt hatte, weil ISDN hier noch nicht möglich sei. Dass der Mensch vielleicht trotzdem irgend einen Anschluß möchte, ist ihnen nicht eingefallen. Nochmal Wartezeit, und seither hänge ich „analog“ im Netz, so richtig steinzeitmäßig. Dann im Dezember nochmal nachgefragt: WANN bitte bekomme ich ISDN??? Drei Wochen später ein schriftlicher Bescheid: Wir PRÜFEN dass, wenn die Prüfung abgeschlossen ist, geben wir Ihnen Nachricht. Wie schön!

Was könnte ich tun? Ich könnte jede Menge Wirbel machen, eine BI der Betroffenen gründen, vielleicht allerlei Funktionsträger aus Politik und Wirtschaft motivieren, bei der Telekom anzufragen, wann endlich die Versorgung dieses Innenstadtbezirks gewährleistet ist. Immerhin zieht demnächst Emi-Music hierher, eine der wenigen großen Firmen, die sich entschlossen haben, in die Hauptstadt zu kommen. 500 Leute, von denen etliche hier in FH wohnen wollen. Die werden sich freuen, wenn sie auch gleich „analogisiert“ werden!

Naja, und dann läßt der Anfall von Aktivismus gleich wieder nach. Vielleicht liegts am Alter, daß mich die Vorstellung derartiger „Protest-Arbeit“ nicht mehr richtig motiviert. Vielleicht ist es auch nur eine Phase, der Januar ist nicht gerade ein Super-Monat. Ja, ich langweile mich! Nicht etwa, dass ich nichts zu tun hätte, die Liste „To do“ liegt neben mir und macht mir ständige Vorwürfe – aber irgendwie bekomm‘ ich die Kurve nicht, es mangelt an Begeisterung, an konkreten Wünschen und Zielen, die mich in Bewegung setzen. Und ich vermute, das bleibt auch so, ich hege den Verdacht, dass die Zeiten vorbei sind, in denen ich „von außen“ motiviert werden kann.

Heidegger beschreibt die existenzielle Langeweile als das „Leiden, vom Dasein als Ganzem nicht angesprochen zu sein“. Gute Formulierung, trifft genau den Punkt. Wer sich z.B. verliebt, plötzlich die Kündigung bekommt oder Opfer einer Katastrophe wird, ist auf einmal vom Dasein als Ganzem unausweichlich angesprochen. Dieses „Angesprochen-Sein“ allein aus mir heraus zu erzeugen, ist mir bisher nicht gelungen. Aber ich sehe immer besser, dass genau das die Aufgabe ist.

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Claudia am 08. Dezember 2001 — Kommentare deaktiviert für Jahresendwuselei

Jahresendwuselei

Ob ich zum Diary keine Lust mehr habe, fragt mich eine Leserin. Oh doch, aber ich komm‘ nicht dazu, bin regelrecht verschüttet unter einer Menge kleiner und großer Aktivitäten, die jetzt alle in diesen Tagen fertig werden müssen. Am Schlimmsten ist „Steuer 2000“, zumindest solange ich’s nicht angefangen habe, sondern nur mit Grauen an das Zusammensuchen von 1000 Zetteln denke, ans Durchwühlen der Festplatte nach nicht ausgedruckten Rechnungen, das Durchforsten und Abgleichen der Kontoauszüge und vieles mehr. Macht mich ganz krank, dieser Papierkram und ich schieb es immer vor mir her bis auf den letzten Drücker.

Zudem ist grad noch ein letztes Update des Webwriting-Magazins für dieses Jahr in Arbeit, vier Artikel, darunter ein längeres Tutorial über „Seiten gestalten ohne Tabellen“. Ewig lang hab ich mich geweigert, jeden technischen Schnickschnack mit zu machen, doch das ist jetzt mal eine Weiterentwicklung in Sachen Webdesign, die wirklich ‚was bringt. Lernen ist also angesagt, wo Michael schon so gut dabei ist, das ganze Thema breit und verständlich aufzubereiten. Weil ich aber immer gleich ein Ergebnis sehen will, soll das derzeit etwas grausig aussehende *Portal der Liste Netzliteratur ein schöneres Outfit bekommen – ohne Tabellen!

Und wenn ich schon mal viel zu tun habe, melden sich natürlich auch noch diverse Auftraggeber mit kleinen Nacharbeiten: hier ein Dokument ‚rein, dort ein neuer Link – und dann neuerdings Autoren, die in meinen Uralt-Projekten ‚was gelöscht oder geändert haben wollen: ganze Artikel ‚raus oder zumindest die Mailadresse weg – Himmel nochmal, ich glaub‘ wenn ich nochmal ein „Mitschreibprojekt“ aufziehe, nehme ich Gebühren für jede Änderung und lasse mir das vorher bestätigen!

Weihnachtsrummel? Findet bei mir gottlob nicht statt. Wenn ich wie heute mal in eine Markthalle gerate und dort herrscht die Weihnachtseinkaufswochenendhektik in grellem Lichterglanz, lautstark mit „Stille Nacht“ untermalt und alle treten sich in der Eile gegenseitig auf die Füße, dann treibt es mich gleich rückwärts wieder ‚raus. Nix gegen Aufschwung, aber ich versteck‘ mich dann lieber in meinen halbwegs ruhigen vier Wänden. Meine Adventskalenderliste vom vorigen Jahr hab‘ ich dann aber doch noch aktualisiert, als ich auf einmal merkte, daß da plötzlich viele Surfer landen. Ein „Dead End“ oder „Loch im Netz“ (404 file not found) mag ich einfach nicht in meinem Web.

Buddhastatue Derweil hab‘ ich für mich Ebay entdeckt! Bisher nur davon gehört und gelesen, konnte ich mir nicht vorstellen, was mich persönlich da reizen könnte. Mein Interesse an Gegenständen geht ja eher in die Richtung ‚Wie werde ich sie los?‘ Wow, jetzt hab‘ ich aber mal versuchsweise nach Buddhastatuen gesucht und bin ganz entzückt von der Vielfalt, die sich da zeigt. Stundenlang Buddhastatuen angesehen, obwohl ich weiß Gott anderes zu tun hätte – hab mich sogar registriert, „beobachte“ neun verschiedene Objekte und morgen werd‘ ich vermutlich erstmalieg BIETEN. Bin ganz hingerissen…. ich liebe ja Buddhastatuen und wenn ich viel Geld hätte, wäre ich Sammlerin. Naja, es gibt auch ganz preiswerte kleine Buddhas… :-)

War’s das jetzt? Nein! Schrecklich gern würde ich sofort zum Thema „Drin sein – Öffentlichkeit / Offenheit“ weiterschreiben, zu dem im Diary-Forum ein interessantes Gespräch läuft – im Hinterkopf entstehen ganze Artikel-Webs, aber dazu brauch‘ ich Ruhe, Besinnlichkeit, Stille – kommt gewiß, kann sich nur um Tage handeln.

Buddhastaue

 

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Claudia am 28. November 2001 — Kommentare deaktiviert für Zum Lernen gezwungen?

Zum Lernen gezwungen?

Seit gestern starke Wurm-Attacken, ich bekomme Mails von Bekannten und Unbekannten mit Anhängen wie „me_nude.mp3.scr“ – und allermeist wissen die armen Opfer nicht, dass ihr PC den Virus hat. Er verschickt sich selbst an alle, die im Adressbuch des Mailprogramms stehen, zusammen mit Dateien, die er vermutlich auf dem PC des Betroffenen findet – z.B. im Ordner „eigene Dateien“.

Ich habe KEIN Virenschutzprogramm installiert, das hätte auch nichts genützt, denn nur die allerneuesten Updates hätten ihn erkannt. Zudem verhält sich so ein Programm, auf „volle Wächterfunktionen“ geschaltet, oft selber so sperrig, daß es mich mehr stört als die Viren, vor denen es doch schützen soll. Mich schützt allein Wissen und Erfahrung: Niemals zweifelhafte Attachements öffnen, doppelte Datei-Endungen (.doc.rsc) sind unsinnig, also vermutlich feindselig. Ganz wichtig: Jedes „automatisch“ irgendwo mitgelieferte zusätzliche Microsoft-Programm erhöht die Gefahr. Die meisten Viren sind für das MS-Mailprogramm geschrieben, denn es ist am verbreitetsten: Wer macht sich schon die Mühe, etwas anderes auszusuchen, zu installieren und zu lernen, wenn Outlook doch „im Bundle“ mitkommt und keine weitere Arbeit macht? Und so entsteht eine Monokultur, die – genau wie in der ersten Natur – für Virenangriffe immer anfälliger ist.

Was hier stattfindet ist eine Art Bürgerkrieg auf dem PC und auf Internet-Servern. Er wird meist „just for fun“ geführt, die oft jugendlichen Programmierer wissen offensichtlich nicht wohin mit ihrer Kreativität und freuen sich, weltweit für Ärger und Verunsicherung zu sorgen. Neben Datenverlusten, die gelegentlich echte Schäden anrichten, ist der übelste Effekt solcher Virenattacken der, daß unzählige Menschen dazu gezwungen werden, sich mit schlichter Verteidigung zu befassen und nicht mit Inhalten, die die Welt wirklich braucht.

Guru-Wissen ?

Seit 1992 arbeite ich am Computer und ich erinnere mich gut, wie interessant es im ersten Jahr noch wahr, die seltsamen Fehlfunktionen zu erforschen. Ein kundiger PC-Freak half mir, wenn er mal streikte. Wir saßen stundenlang zusammen vor dem schwarzen DOS-Screen und ich fragte immer wieder: Was machst du jetzt? Woran hat es denn gelegen? Zwar wußte ich um die Grundstrukturen und Funktionen eines PC, denn das Arbeitsamt gönnte mir gerade eine Umschulung/Weiterbildung zur EDV-Fachkraft – aber bis in die Feinheiten reichte mein Anfängerwissen nicht. Lernbegierig bewunderte ich den Könner neben mir, der in die Tasten hackte und kryptische Meldungen erzeugte, immer neue „Parameter“ ausprobierte, dies und jenes neu installierte bis irgendwann das Gerät wieder brav tat, was es sollte.

Im Lauf mehrerer solcher Sessions, die oft bis tief in die Nacht reichten, erkannte ich dann zu meiner großen Enttäuschung, daß mein kundiger Helfer keinesfalls „wußte“. Alles was er tat, war ein stetes Ausprobieren und Austauschen, Aus- und wieder Einschalten, ein Modulwechsel im Stil Versuch & Irrtum – er war genauso weit entfernt davon, zu wissen, „woran es denn gelegen hat“ wie ich. Und er vermittelte mir beiläufig, dass es ein solches „totales Wissen“ hier gar nicht geben kann, denn schon an einem einzigen Großprogramm haben hunderte Menschen entwickelt, Fehler bereinigt, dabei neue erzeugt, neue Versionen geschaffen und neue Technologien & Strategien eingearbeitet – und von derlei Programmen „lebt“ eine ganze Armada auf jedem PC, es ist geradezu ein Wunder, wenn er mal länger einwandfrei funktioniert. Genausowenig, wie man heutige Autos noch „kundig“ reparieren kann, sondern nur noch Teile austauscht, ist der PC nicht mehr wirklich durchschaubar, lange schon nicht.

Das war das Ende meines Interesses an der Maschine selbst. Ich war nicht weiter bereit, Hirnschmalz und Arbeitszeit zu investieren, um meinen PC zu „pflegen“ und „auf dem Stand“ zu halten. Geradezu amüsiert hat mich die Tatsache, dass sich so mancher, meist männliche Besuch „just for fun“ mit meinem Gerät beschäftigte, mal ein bißchen Platte komprimieren, mal kaputte Dateien entfernen, dies und jenes „eleganter“ anordnen, Einstellungen verändern, damit es SCHNELLER geht – es machte ihnen offensichtlich Freude. Mir kam das zunehmend so vor, als würde man während eines Besuchs mal eben ein bißchen zusammen das Auto waschen und schnell mal den Motor reinigen… nicht unbedingt ein Zeitvertreib nach meinem Geschmack, aber wenn es jemanden glücklich macht…

Was droht?

Mich macht es nicht glücklich, es raubt mir nur die Zeit für sinnvolle und freudige Aktivitäten. Einen PC will ich benutzen, um etwas zu tun – also schau ich strikt auf den Schaden, der schlimmstenfalls droht, wenn ich mich der Technik als solcher verweigere und NICHT jedes Update, jedes „Patch“ und vielfältige Sicherungen und Verteidigungsanlagen installiere. Was droht? Im übelsten Fall ein voller Datenverlust – na und? Meine sämtlichen Webwerke und Arbeitsstadien für Kunden sind auf Webservern im Netz, könnte ich mir alles neu herunterladen. Eine zweite Festplatte dient als Parkraum für weitere Daten, selten gehen mal beide Festplatten gleichzeitig kaputt! Und dann brenn ich noch gelegentlich eine CD, naja, nicht oft genug, aber bisher ist mir noch nichts Schlimmes zugestoßen.

Wenn ich überlege, wieviele Arbeitsstunden mir diese Herangehensweise schon gerspart hat, komm ich locker auf die Kosten des neuen PC, den ich mir alle drei Jahre kaufe! (Volles Update inbegriffen, ob ich will oder nicht).

Und doch: ein bißchen um die Basics wissen, ist schon ganz sinnvoll! Erst dann kann man nämlich kundig Lern- und Arbeitsverweigerung betreiben. Die Mär, es sei „alles ganz einfach“ ist eine glatte Lüge, die Menschen dazu verführen soll, zum Beispiel die Microsoft-Monokultur auf ihrem Gerät automatisch wachsen zu lassen. Viele wissen auch nicht, was das Internet ist und wie das Zusammenspiel zwichen den verschiedenen Diensten (Web, Mail, FTP etc.) eigentlich abläuft. Wenn dann plötzlich etwas nicht funktioniert oder in der Presse über Viren, Trojaner, Sicherheitslücken, Ausspioniert-werden und Datenklau berichtet wird, können sie diese Ereignisse und Meldungen nicht einordnen, fühlen sich verunsichert und ausgeliefert. Mit Tretroller-Kenntnissen einen Jumbo fliegen – vermutlich geht das heute, denn es gibt ja den Autopiloten und automatisierte Start- und Lande-Prozesse. Aber wer würde sich schon gern einem solchen Piloten anvertrauen?

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Claudia am 03. November 2001 — Kommentare deaktiviert für Vom Krieg reden

Vom Krieg reden

Seit dem Anschlag auf das WTC hat es im Digidiary nur zwei Beiträge zum Thema gegeben: „Vom Glück mitten im Grauen„, etwa eine Woche danach, und „Der Feind: die eigene Frage“ am 12.Tag der Bombardierung Afghanistans. Das ist wenig, sehr wenig. Warum nur diese extreme Sparsamkeit angesichts von Ereignissen, die die Welt bewegen wie nichts sonst seit dem Fall der Mauer?

Auch in Mailinglisten diskutiere ich nicht, lese nicht einmal mehr mit, wenn diejenigen, die das Wort ergreifen, mit tödlicher Sicherheit aneinander geraten – egal, wie sehr sich der Einzelne bemühen mag, gerade das zu vermeiden. Zum Nachdenken über den Krieg bevorzuge ich wieder traditionelle Medien: die ZEIT, den SPIEGEL, die Berliner Zeitung, selten die TAZ, dazu ARTE und 3SAT – die panisch-hysterischen Brennpunkte in ARD und ZDF hab‘ ich mittlerweile abgewählt.

Ein Grund, mich weitgehend mit eigenen Meinungen zurückzuhalten, ist das, was ich den „inneren Mainstream“ nenne. Wenn ich ehrlich in mich hineinsehe, finde ich dort allermeist genau die Gefühle und Gedanken, die die Demoskopie gerade als „Mehrheitsmeinung“ oder als „wachsenden Trend“ ermittelt. Am Anfang das fassungslose Erschrecken, auf das schnell ein Bedürfnis nach dem wie auch immer zu leistenden „Strike back“ folgte – und dann die wachsende Unzufriedenheit mit dem Krieg, je länger er dauert und je mehr Bilder von zivilen Opfern präsentiert werden, verbunden mit einer immer kritischeren Haltung gegenüber den USA.

Dieses innere Mitschwingen mit dem, was MAN denkt, kann ich nicht mehr ganz ernst nehmen. Nicht, dass ich es im Einzelnen kritisieren könnte, das wäre Schizophrenie, aber in seiner automatenhaften Zwangsläufigkeit ist es mir ausreichend suspekt, um es zumindest nicht als „handlungsleitend“ anzusehen. Es wäre geradezu hirnrissig, für irgendeine aktuelle Position in den Ring zu treten, wenn ich doch weiß, dass diese in einer Woche schon wieder ganz anders aussehen kann, je nach Informationslage und medialem Input. Mehr noch: Es scheint mir ganz unmöglich, angesichts der Komplexität, die das ganze Thema mittlerweile angenommen hat, überhaupt irgend eine Position zu vertreten, von der ich noch glauben könnte, dass sie wahr und richtig, oder auch nur „erfolgversprechend“ sei.

Dass ich bei dieser Erkenntnis stehen bleiben kann, sehe ich als Privileg. Ich darf den Mund halten und außer ein wenig Verwunderung beim einen oder anderen Leser droht mir deshalb nichts. Die Meinungsfreiheit in einem demokratischen Staat umfasst das Recht, zu schweigen, genau wie die Möglichkeit, jeden Schrott zu verzapfen, der einem gerade in den Sinn kommt – bis hin zu Verschwörungstheorien, die davon ausgehen, der CIA hätte das WTC selber in die Luft gejagt, um endlich gegen die Taliban in den Krieg ziehen zu können (=politische Bildung per „Akte X“).

Wir dürfen denken und schreiben, was wir wollen. Das ist gut so und davon wird ja auch weidlich Gebrauch gemacht. Mittlerweile ist der Schrecken und die erste Solidarisierung von der Volksseele gewichen und die meisten Denker & Schreiber kehren zu ihren immer schon geliebten Denkfiguren und Weltsichten zurück, ordnen die Ereignisse säuberlich entsprechend ein und widmen sich dem Geschäft der Meinungsbildung: dem Volk sagen, was gut und richtig ist, und denen da oben beibringen, was sie alles falsch machen. Das intellektuelle „Business as usual“ geht seinen Gang, was wäre auch anderes zu erwarten?

Was mich dabei immer wieder wütend macht, ist die Ignoranz bezüglich der eigenen Position und Privilegierung, die vom anerkannten „Experten“ bis hin zum schlichten Mailinglisten-Autor zu beobachten ist. Die Analysen, Meinungen und Forderungen mögen überdacht und gut gemeint sein, aber wer tut das denn im klaren Bewusstsein, dass dieses „Meinungen vertreten“ etwas ganz anderes ist als das „Handeln müssen“ der politischen Akteure?

Zum einen vermisse ich die Zurückhaltung im Urteilen und Verurteilen, die aus einem solchen Gewahrsein automatisch folgen würde, zum anderen sehe ich ein Bemühen, sich selber immer hübsch auf der sicheren, sauberen Seite zu halten und moralisch möglichst unangreifbare Positionen einzunehmen – wohl wissend, dass Moral alleine im politischen Geschäft nicht ausreicht. Für mich ist damit dann auch das Ende der intellektuellen Redlichkeit erreicht.

Es wird Zeit für ein Beispiel. Eine derzeit wieder gern genommene Simplifizierung allzu komplexer Sachverhalte ist die „Öl-Brille“: Es gehe den USA doch „nur ums Öl“ – der Krieg werde „in Wahrheit“ wegen einer durch Afghanistan zu verlegenden Pipeline geführt, bzw. um eine weitere USA-hörige Öl-Provinz zu errichten. Ich halte diese platte Sicht der Dinge für falsch, angesichts der beispiellosen Geschlagenheit der amerikanischen Bevölkerung, die eine kriegerische Antwort faktisch unausweichlich machte, auch für dumm. Aber das ist nur meine Meinung, darauf will ich jetzt nicht hinaus – sondern darauf, auf welchem Hintergrund dieser Vorwurf von denjenigen, die ihn im Gestus moralischer Empörung erheben, eigentlich formuliert wird.

Als hätten wir alle mit dem Öl nichts zu tun! Da sitzt der Autor in seinem ölzentralbeheizten Altbau in seinen kunststoffbeschichteten Designermöbeln und schreibt seinen Text, erhebt sich dann, fährt mit dem Mittelklassewagen zum Flughafen, steigt dort in den kerosinfressenden Flieger zur nächsten Tagung des Verbandes XY, wo er seine Thesen vorträgt: Der böse Westen, allen voran die USA, halten ihre Hände aufs Öl, unterstützen undemokratische Regime, solange sie nur den Nachschub sichern und leisten dadurch dem Terrorismus Vorschub, weil die aufstrebende Intelligentia in diesen Ländern keine legale Perspektive in der Opposition entwickeln kann.

Tja, daran ist mit Sicherheit viel Wahres! Danach geht’s dann zum Italiener, im kleinen Kreis wird weiter diskutiert, bei Parmaschinken, Chianti und Aqua Pellegrini, die es vor dem letzten Tunnel-Unfall auf ihren transalpinen Brummis gerade noch hergeschafft haben. Salute!

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Claudia am 29. September 2001 — Kommentare deaktiviert für Virtuelle Räume

Virtuelle Räume

Wenn ich zwei Tage kein Diary schreibe, überkommt mich am dritten, spätestens am vierten Tag ein dringliches Bedürfnis, mich hinzusetzen, auf die „leere“ Datei zu starren und in mich hinein zu lauschen, was da jetzt wohl „zum Ausdruck“ drängt. Keinesfalls ist es ein Gefühl der Pflicht, eher eine Sehnsucht, in diesen stillen Raum der Selbstversenkung einzutreten, der sich mir schreibend so leicht eröffnet wie nirgends sonst. Kein Thema ist vorgegeben, keine Form von irgend jemandem verordnet, die Erwartungen der Leser sind so unterschiedlich wie diese selbst und also auch keine Leitlinie, die mich auf bestimmten Spuren halten würde. Volle Freiheit also, und was auf diese Weise entsteht, landet mit einem Mausklick in den unendlichen Weiten, hierjetzt und nicht erst nach Monaten oder halben Jahren wie im Reich gedruckter Worte. Weiter → (Virtuelle Räume)

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